Kategorie-Archiv: Musa Reza

Die Liebenden lassen ihr Leben in Scharen in dieser Zeit

Sein bitteres Klagen überdeckt für einen kurzen Moment das Geschehen
Die umherlaufende Menge bleibt erschrocken stehen

Einsam kniet er in der Menge nieder und klagt voller Schmerz so laut
Der Staub legt sich und macht sichtbar um was er wurde beraubt

Den kleinen leblosen Körper drückt er so fest an seine Brust
Welch unendlich großer Schmerz für ihn ist dieser Verlust

Sein Herz wurde ihm entrissen mit seines Liebsten dahin Gehen ‚
Was bleibt ihm nun außer seinen Herren anzuflehen

Ein Sohn mehr in diesen Tagen der wurde seinem Vater genommen
Schon so lange haben die Feinde den Krieg begonnen

Wer ist dort draußen der nun betet für diesen Mann
Er der so verloren und erschöpft nun nicht mehr kann

Die Schreie sie erklingen so zahlreich in der Nacht
Ist Jemand da der über diese Flehenden wacht

Ihre Hände so voller Ehrfurcht in Richtung Himmel gestreckt
So voller Hoffnung das ihr Aufschrei die Seelen der Anderen erweckt

Das Blut der Märtyrer fließt so zahlreich in diesen Tagen
Was wollen wir am Tage der Stunde zur Begründung des stummen Zusehens sagen

Das zerstören der göttlichen Liebe ist ihr dunkles Ziel
Sie benutzen die Menschen für ihre Pläne wie in einem Spiel

Die Schleier der Dunkelheit sind es welche nehmen uns die Sicht in dieser Zeit
Überdecken sollen sie Herz und Verstand um nicht zu sehen wie die ganze Welt schreit

Wird es nicht Zeit mein erwarteter Führer in Erscheinung zu treten
Siehst du wie die Unterdrückten nach dir flehen und beten

Du unser erwarteter Vater der Gerechtigkeit als Ruf nach dir ich die Zeilen schreib
Denn die Liebenden deiner lassen ihr Leben in Scharen in dieser Zeit

19.4.2013

Der Weg zu Dir scheint mir versperrt

Oh mein Herr der Weg zu Dir scheint mir versperrt
Doch ist es deine Nähe die mein Herz so sehr begehrt

Mit den Weltlichen ist meine Seele umklammert so sehr
Aus diesem Gefängnis der Irre zu gelangen so schwer

Wieder und wieder mache ich mich auf zu Dir
Doch mich hält auf das Schlechte in mir

Du der Du bist Der einzig wahre Wunsch meines Herzen
Wirst Du mich den zurückstoßen und mich lassen mit meinen Schmerzen

Ist es das was von Dir ist bekannt und was man spricht
Oder bin ich es der nicht versteht der dumme Wicht

So oft mein Herr will ich zu Dir gelangen
Aber immer wieder bin ich hier zurückgefangen

Das Leid in mir wird immer größer von Tag zu Tag
Nur für Dich bleibe ich standhaft und stark

Aber wie lange kann ich es noch ertragen
Wann kommt der Punkt an dem bin ich geschlagen

Verzweifelt und ganz alleine stehe ich vor Dir in mir selbst gefangen
Was ist es das mich hält und lässt mich nicht zu Dir gelangen

Bitte oh mein Herr mache mir auf die Türen zu deiner Pracht
Auf das ich mich wieder sonnen mag in Deiner unendlichen Macht

19.4.2013

Der Dschihad in mir

Mich zu einen für den Einen dem zu dienen ist das Höchste für Einen
Und unterwerfen bin ich nur Ihm dem Einen und sonst keinen

Und wie sehr sind wir Ihm unterlegen in unserem Sein
Doch aus Seiner Gnade wir uns bewegen dürfen in Seinem Schein

Zu Einigung ruft mein Herz nun die in Ihm vorhanden Parteien
Aber die Seele wehrt sich und beginnt den göttlichen Geist anzuschreien

Gezogen hat meine Seele die dichten Schleier zwischen dem Göttlichen in mir
Mein Ich ist so wichtig und groß da ist nun mal kein Platz für ein Wir

Es schreit ich bin doch viel wichtiger als du und unterwerfen werde ich mich niemals dir
Nur damit du am Ende gesiegt hast und sagen kannst jetzt sind wir ein Wir

Der Geist voller Liebe lädt die Seele ein zum Heiligenbund
Um zu unterlassen das was uns abringt um zu werden gesund

Ich will mich doch nur mit dir verschmelzen und verbinden
Doch mein Freund dazu musst du dich selbst überwinden

Das vollkommene Glück liegt bei mir verborgen willst du nicht mit mir fliegen
Komm ergreife meine rettende Hand wenn wir sind ein Wir dann können Siegen

Warum weist du meine Hand nun ab willst du nicht ins vollkommene Glück
Was ist dein Problem warum willst du nicht mit mir gehen und bleiben zurück

Die Seele sprach Ach was soll es dort schon geben wo du willst mich bringen hin
Hier wo ich bin hat alles was ich mache für mich nur den wahre Sinn

Komm oh Seele wir fliegen zusammen als ein Wir entgegen der absoluten Pracht
Kannst du nicht spüren bei diesen Gedanken an Ihm wie alles in dir lacht

Die Einigung mit mir wir dir alle Sorgen und Schmerzen nehmen
Bei Ihm wirst du spüren diese gnadenvolle Ruhe die Er wird dir geben

Oh du Geist wenn ich mit dir komme was ist dein Ziel
Ich denke du willst nur mich zerstören für dein eigenes Spiel

Damit du hier im Herzen der Herrscher bist und hast die alleinige Macht
Mir ist bewusst wenn ich mich dir beuge wie du hinter mir lachst

Oh mein Bruder warum bist du mir gegenüber so voller Misstrauen
Ich bin nur zu deinem Glück hier komm ein bisschen mit um es dir anzuschauen

Komm du doch zu mir auf meinen Weg warum sollte ich auf deine Seite
Oh Bruder weil ich es bin der dich bringen kann in die vollkommene Weite

Wenn wir beide in uns zu einer Einheit werden
Niemand wird dann noch in der Lage sein uns zu gefährden

Doch wenn du bleibst hier für dich allein um weiterhin nur ein ich zu sein
Glaube mir oh Bruder wirst du am Ende von Allem so bitter über dich Weinen und schreien

19.4.2013

Auf der Suche nach Dir

Ich fragte die Einwohner wie kann ich nur finden dich
Sie sagten hoch auf dem Berg solle ich

Den Gipfel erklommen und nichts zu sehen
Betrübt musste ich wieder hinab gehen

Da fragte ich den Wanderer nach dem Weg zu dir
Er sagte gehe ins Tal einfach nur weiter gerade hier

Ich ging den Weg entlang bis ich sah das Tal sich vor mir erstrecken
Doch nach langen schauen und rufen war nichts zu entdecken

Den Müller fragte ich voller Hoffnung zu deinem Ort
Er sagte am großen See hintern den Bergen weit fort

Da eilte ich über die Berge so schnell wie ich konnte
Doch alles was ich sah war ein Schwan im See der sich sonnte

Nichts zu sehen an den Orten an denen ich war
Es dich nicht zu geben es scheint mir wurde klar

Ich ging zurück in den Wald hinein
Ich rastete und fing an zu klagen und zu wein

Wieso konnte ich dich nicht finden
Wieso lässt du meine Hoffnung schwinden

Mir wurde so oft von dir erzählt das du das einzig Wahre bist
Doch wahren es scheinbar nur Märchen und erfundener Mist

Da kam ein Alter entlang auf dem Weg
Er fragte mein Junge was ist das dich so erregt

Ich sagte oh alter Mann ich konnte ihn nicht finden
Überall war ich auf der Suche doch er lässt meine Hoffnung schwinden

Da schaute mich der Alte lächelnd an und sagte zu mir
Du warst an Plätzen die man dir sagte aber hast du geschaut in dir

Ich fragte Ihn und verstand nicht recht was er meinte
Was er zu mir sagte mir nicht klar erscheinte

Gehen muss ich doch zu seinem Platz
Um ihn zu sehen ihn den größten Schatz

Wie kann es sein das er in mir sein kann
Und wie soll ich ihn dann sehen und wann

Da fing der Alte an mit Ruhe zu Sprechen
Und alle Dämme in mir begannen zu brechen

Er zeigte auf mich auf meinen Brustkorb
Und sagte das mein Junge ist der Ort

Du musst nicht gehen in die Ferne
Nicht wandern in der Nacht unter der Sterne

Nur öffnen musst du dein eigenes Ich
Und überwinden musst du dich

Dann wirst du sehen seine volle Pracht
Und spüren kannst du seine endlose Macht

Ich senkte meinen Kopf und fing an zu verstehen
Nicht an irgendwelche Orte muss ich nun mehr gehen

Denn du bist in den Herzen eines Jeden da
Doch liegt es an uns zu nehmen dich war

19.4.2013

Am Ende er sein Lachen wiederfand

Zu tragen vermag er nicht mehr seine so schwere Last
Zu brechen scheint er unter ihr wie ein dünner Ast

Sein Rücken gekrümmt von seiner Schuld die in quält
In ihm es an Freude so reichlich doch fehlt

Kein Lächeln vermag sein Gesicht noch wiederzugeben
Zu viel Leid hat er erfahren müssen in seinem Leben

Ganz alleine spricht er nur noch vor sich hin
Doch seine Worte ergeben nicht mehr einen Sinn

Zerstört haben seine vielen schlechten Taten Ihn
Geschafft hat er es nicht vor ihnen zu fliehen

So mit sich gekämpft und so tief und so weit in sich gegangen
Doch konnte er seine Seele nicht mehr retten sie war schon gefangen

Ganz allein steht er in der Nacht unter der Sterne
Sein Blick schweift weit so leer in die Ferne

Nun macht er sich auf und will alles hier aufgeben
Verlassen will er dieses sein so schmerzhaftes Leben

Noch einmal schaut er voller Hoffnung zu Himmel nach oben
Und sein Mund beginnt von selbst den Herrn zu loben

Als er hörte welch Worte seinen Mund dort verließen
Begann seinen Augen mit Tränen so reichlich zu fließen

Sein Herz wurde so weich und leicht wie eine Feder und fing an zu beben
So erinnerte er sich an sein Versprechen gegenüber dem der ihm gab sein Leben

Voller Demut warf er sich nieder um zu erflehen Sein barmherziges Vergeben
So lächelte er nach dem was er in seinem Herzen nun wiederfand
und war zurück in diesem Leben

19.4.2013