Kategorie-Archiv: Spirituelles

Ein Funken erbebt in finst’rer Brust,

Ein Funken erbebt in finst’rer Brust,
In des Einen‘ Gegenwart sogleich.
Trunken sollst du sein, voll Liebeslust,
so sprudelt der Quell im Himmelsreich.

Ermüdet der Sinne, in Sehnsucht umhüllt,
Des Herzen‘ Lechzen nach der Rosenblüte.
Hingebungsvoll strahlend, voll Wonne erfüllt,
Das Entwerden in des Schöpfers Güte.

Bedenket

Ich stehe vor dem Spiegel, das Bild wird immer klarer, Stück für Stück.
Mein Blick wird immer schärfer, die Sicht wird immer besser, welch ein Glück.
Ich mache eine Reise, in meinen Gedanken, weit in die Vergangenheit zurück.
Ich öffne meine Augen, blicke in den Spiegel, wage noch einen Blick.

Zurück in der Gegenwart, im Hier und Jetzt.
Sprecht aus, was ihr denkt,
steht ein wofür ihr steht,
achtet darauf wohin ihr geht,
bedenket oft, damit ihr versteht,
verschwendet keine Zeit, sonst wird’s zu spät.

9.1.2011

Auseinandersetzung

Ich schreite voran, von Stufe zu Stufe,
wie ein Pferd, das galoppiert auf seinen Hufen.
Von früher, hör ich Stimmen, die mich rufen,
sind mir dicht auf den Fersen, nehmen mir die Ruhe.

Will nichts mehr als vorwärts gehen,
ohne mir dabei zu nah zu treten.
Doch so kann es nicht geschehen,
muss schonungslos in den Spiegel sehen.

Muss die Auseinandersetzung führen,
hinter die Fassade blicken,
den Blick in mein Innerstes richten,
den Schein hinterfragen, statt ständig zu nicken.

Die Wahrheit kommt nun ans Licht,
befreie mich aus ner verlogenen Schicht.
Der dichte Nebel hat sich verzogen,
ich sehe ein, hab mich oftmals betrogen und belogen.

Bei der Einsicht kann ich es nicht belassen,
muss den Schein ein für alle mal, hinter mir lassen.
Muss mich, aus mir selbst heraus befreien,
es ist an der Zeit, mir selbst zu verzeihen.

7.4.2010

Auf der Suche

Auf der Suche nach wahren Werten,
traf ich Menschen, die hässliche Götzen verehren.
All jene streben nach immer mehr,
doch bleiben dabei von innen leer.

Auf der Suche nach der Wahrheit,
traf ich Menschen, voller Falschheit.
All jene treten die Wahrheit mit Füßen,
und verbreiten unverhohlen ihre Lügen.

Auf der suche nach Menschlichkeit,
traf ich Menschen ohne Herzlichkeit.
All jene haben betäubte Herzen,
drum spüren sie keine Schmerzen.

Auf der Suche nach Gerechtigkeit,
traf ich Menschen, mit schandhafter Gleichgültigkeit.
Ihre Waage hat das Gleichgewicht verloren,
treiben sich herum mit anderen Toren.

Ich habe gesucht und gefunden,
nach so vielen einsamen Stunden.
Der Herr schenkte mir das Licht,
und plötzlich sah ich dein Gesicht.

Auf der Suche nach Dir

Ich fragte die Einwohner wie kann ich nur finden dich
Sie sagten hoch auf dem Berg solle ich

Den Gipfel erklommen und nichts zu sehen
Betrübt musste ich wieder hinab gehen

Da fragte ich den Wanderer nach dem Weg zu dir
Er sagte gehe ins Tal einfach nur weiter gerade hier

Ich ging den Weg entlang bis ich sah das Tal sich vor mir erstrecken
Doch nach langen schauen und rufen war nichts zu entdecken

Den Müller fragte ich voller Hoffnung zu deinem Ort
Er sagte am großen See hintern den Bergen weit fort

Da eilte ich über die Berge so schnell wie ich konnte
Doch alles was ich sah war ein Schwan im See der sich sonnte

Nichts zu sehen an den Orten an denen ich war
Es dich nicht zu geben es scheint mir wurde klar

Ich ging zurück in den Wald hinein
Ich rastete und fing an zu klagen und zu wein

Wieso konnte ich dich nicht finden
Wieso lässt du meine Hoffnung schwinden

Mir wurde so oft von dir erzählt das du das einzig Wahre bist
Doch wahren es scheinbar nur Märchen und erfundener Mist

Da kam ein Alter entlang auf dem Weg
Er fragte mein Junge was ist das dich so erregt

Ich sagte oh alter Mann ich konnte ihn nicht finden
Überall war ich auf der Suche doch er lässt meine Hoffnung schwinden

Da schaute mich der Alte lächelnd an und sagte zu mir
Du warst an Plätzen die man dir sagte aber hast du geschaut in dir

Ich fragte Ihn und verstand nicht recht was er meinte
Was er zu mir sagte mir nicht klar erscheinte

Gehen muss ich doch zu seinem Platz
Um ihn zu sehen ihn den größten Schatz

Wie kann es sein das er in mir sein kann
Und wie soll ich ihn dann sehen und wann

Da fing der Alte an mit Ruhe zu Sprechen
Und alle Dämme in mir begannen zu brechen

Er zeigte auf mich auf meinen Brustkorb
Und sagte das mein Junge ist der Ort

Du musst nicht gehen in die Ferne
Nicht wandern in der Nacht unter der Sterne

Nur öffnen musst du dein eigenes Ich
Und überwinden musst du dich

Dann wirst du sehen seine volle Pracht
Und spüren kannst du seine endlose Macht

Ich senkte meinen Kopf und fing an zu verstehen
Nicht an irgendwelche Orte muss ich nun mehr gehen

Denn du bist in den Herzen eines Jeden da
Doch liegt es an uns zu nehmen dich war

19.4.2013