Kategorie-Archiv: Said Rezek

Die Wahl liegt bei dir

So viele deutliche Zeichen,
wenn sie doch bloß bedenken würden.
Verschwenden so viele Gelegenheiten
und wagen es Gott zu erzürnen.

Angst erfasst ihre Körperglieder,
auf den Schultern lastet schwere Schuld,
Das Gewissen, gibt akute kund,
wieder und immer wieder.

Keiner Schuld bewusst,
Trauer überwiegt,
über weltlichen Verlust,
wie er der Welt zu Füßen liegt.

Ein Sklave, gefangen im eigen Heim,
erfreut sich seiner ungemein,
sagt immer ja und niemals nein
bis tief in den Herbst hinein.

Wie den Herbst überwinden,
wenn die Kräfte schwinden,
Unwetter ziehen über das Land,
keine Unterkunft und kein Proviant.

Am Ende der Kräfte angelangt,
völlig auf dem Weg verrannt,
bis zu den Ohren im Treibsand versunken,
mit dem Tod längst abgefunden.

Die Zeit scheint still zu stehen,
dort wo die Hoffnung stirbt,
so wird es jenem ergehen,
der auf den Irrweg abirrt.

Von Lüsten getrieben,
dem Satan zu diensten,
vom Schein geblendet,
das Herz erblindet.

Kein flüstern ist zu leise,
auf dieser teuflischen Reise,
zu jeder Schandtat bereit,
in Liebeslust und Essgier, zu jederzeit.

Gestrandet in der Vergessenheit.
Verbannt in den Teufelskreis,
wie barfuß auf Glatteis,
gebrandmarkt bis in die Unendlichkeit.

Das Schrecken nimmt kein Ende,
doch das Ende naht.
Am Ende gibt’s keine Wende,
zu spät für jede Tat.

Die Zeit ist um,
du drehst dich rum,
fragst dich warum,
warst du so dumm.

Dein Schicksal lag in deiner Hand,
du hast es aus der Hand gegeben,
hast dich ohne klaren Verstand,
auf den Weg begeben.

Du hattest die Wahl,
ja zum Leben oder nein,
hast aufgehört ein Mensch zu sein,
angetreten zur Henkersmahl.

Gott wusste,
wie es kommen musste.
Dein Ziel war vorherbestimmt,
frei hast du dafür gestimmt.

25.1.2012

Dank Dir o Herr

Das es heut so ist, wie es ist, hätt‘ ich damals nicht gedacht.
Viel zu oft, hab ich mir den Kopf zerbrochen, am Tag und bei Nacht.
Viel zu oft, hat mich der Gedanke an ein Morgen um den Schlaf gebracht.
Und doch kam es besser als erwartet, ohne Dich O Herr, hätt‘ ich das nie geschafft.
Mein Vertrauen, in Deine Güte, hat all das erst möglich gemacht.
Wenn ich kraftlos am Boden lag, schenktest Du mir neue Kraft.
Dank Dir, hab ich unmöglich geglaubtes vollbracht
Ich preise Deine Gaben, bei Deiner Herrschaft, die alles umfasst.

10.1.2011

Bekenntnis

O Herr…
Alles was ich will, ist Dir zu dienen.
In meinem tiefsten inneren, spüre ich Deine Liebe.
Deiner zu gedenken, befreit mich mit einem Mal, von all meinen bedenken.
Im Wissen, Deiner Nähe, fühl ich mich so unendlich geborgen.
Für nichts auf der Welt, will auf Dich verzichten.
Du verleihst meinem Leben einen Sinn, ganz egal wo ich bin.
Deine Treue kennt keine Grenze,
das und noch soviel mehr, ist was ich an Dir so schätze.
Du hast ein Feuerwerk der Liebe in mir entfacht,
keine Frage, Du hast mir den Glauben wieder näher gebracht.

25.12.2010

Bedenket

Ich stehe vor dem Spiegel, das Bild wird immer klarer, Stück für Stück.
Mein Blick wird immer schärfer, die Sicht wird immer besser, welch ein Glück.
Ich mache eine Reise, in meinen Gedanken, weit in die Vergangenheit zurück.
Ich öffne meine Augen, blicke in den Spiegel, wage noch einen Blick.

Zurück in der Gegenwart, im Hier und Jetzt.
Sprecht aus, was ihr denkt,
steht ein wofür ihr steht,
achtet darauf wohin ihr geht,
bedenket oft, damit ihr versteht,
verschwendet keine Zeit, sonst wird’s zu spät.

9.1.2011

Auseinandersetzung

Ich schreite voran, von Stufe zu Stufe,
wie ein Pferd, das galoppiert auf seinen Hufen.
Von früher, hör ich Stimmen, die mich rufen,
sind mir dicht auf den Fersen, nehmen mir die Ruhe.

Will nichts mehr als vorwärts gehen,
ohne mir dabei zu nah zu treten.
Doch so kann es nicht geschehen,
muss schonungslos in den Spiegel sehen.

Muss die Auseinandersetzung führen,
hinter die Fassade blicken,
den Blick in mein Innerstes richten,
den Schein hinterfragen, statt ständig zu nicken.

Die Wahrheit kommt nun ans Licht,
befreie mich aus ner verlogenen Schicht.
Der dichte Nebel hat sich verzogen,
ich sehe ein, hab mich oftmals betrogen und belogen.

Bei der Einsicht kann ich es nicht belassen,
muss den Schein ein für alle mal, hinter mir lassen.
Muss mich, aus mir selbst heraus befreien,
es ist an der Zeit, mir selbst zu verzeihen.

7.4.2010