Kategorie-Archiv: Gutes gebieten Schlechtes verwehren

Die muslimische Frau

Solange Frau ihnen
den Sabbereffekt
nicht nimmt,
ist sie freibestimmt.
Ist sie jedoch
keusch und rein,
schlägt man auf sie ein.
Dient sie dem
animalischen Triebe,
ist sie die Liebe.
Sie ist doch
ach so schlecht,
pocht sie auf ihr Recht,
sich zu kleiden,
wie sie mag.
Dann ist sie verdächtig
ganz schön arg.
Vorsicht, sie ist ein
Terrorist, weil sie ihrer
Würde Achtung beimißt.
Wie kann sie es nur wagen,
verhüllende Kleidung
zu tragen,
wollen sich doch die
Blicke der Männerwelt
an ihr laben.
Wackelt sie mit dem
fast nacktem Busen,
schwingt die Hüften
rhythmisch dabei,
dann ist sie
selbstbestimmt und frei.
Für die westliche Welt
ist das die moderne
muslimische Frau,
welche ihnen liefert
solch eine Schau.
Ein jeder hat das Recht,
sich zu entfalten, zu kleiden
und sein Leben, wie
er es möchte zu gestalten,
jedoch die
muslimisch‘ Frau
hat dies nicht, das sagt
das deutsche Gericht.
Freizügig und
eng gekleidet
darf sie vor
den Kindern stehn,
besteht sie jedoch auf
ihre Freiheit, so
muß sie gehen.
Ihr Anblick ist für die
Kinder nicht gut,
da sie sich ja
verhüllen tut.
Sie will sich nicht zum
Nackedei bekehren lassen?
Nagut, dann muß man
sie eben hassen und
ihr den Stempel der
Terroristin verpassen.
Es ist nicht das Diesseits,
was sie begehrt,
das ist der Grund,
dass ihr sie nicht bekehrt.
Sie vertraut einzig auf
ihren Herrn,
und dafür erträgt sie
so manches Drangsal gern
und hält sich von Sünden fern.
Man kann versuchen,
ihre Würde zu zerpflücken,
jedoch läßt sie sich nicht
in den Abgrund
hinunter drücken.
Sie läßt sich nicht
in den Karren der
Begierden setzen
und läßt nicht ihre
Anmut, Schönheit und
Würde zerfetzen.
Sie verwahrt sich gegen
den Nackedeikult
denn sie vertraut einzig
auf des Schöpfers
große Huld.
Sie weiß, der Einsatz von
Geduld und Gottvertrauen,
darauf kann man bauen
und es hat sich gelohnt,
wenn sie dereinst in
verheißenen Stätten wohnt,
wenn sie gekleidet ist
in Brokat und Seide und
geschmückt ist mit
schönstem Geschmeide.
Daher bekommt ihr
sie nicht klein,
da sie weiß, ihr Lohn
wird dann unermeßlich
und gewaltig sein.
In Palästen ist sie dann
zuhaus, aber wie sehen
wohl die ewigen Stätten
ihrer Gegner aus???

2004

Der Baum

Der Baum meines Lebens
ist nun schon mehr
als ein halbes Jahrhundert alt,
und doch brachte er mir erneut
viele zarte Knospen hervor,
welche mir zurufen im Chor:
„Bring uns zum Erblühen
in schönster Pracht!“
Und genau das
habe ich mir jetzt
zur Aufgabe gemacht.
Ob es dem nicht mehr
jungen Baum gelingt,
sie zum erblühen zu bringen?
Nun, genau darum
werde ich ringen.
Ist die Erfüllung dieser Aufgabe
vielleicht noch weit und fern,
so ist jedoch die Nije dazu
allein schon ein Meilenstein
auf dem Wege
entgegen meinem Herrn.
Es gibt noch so vieles zu tun
und ich tat schon
viel zu lange ruhn.

2004

Das Haus

Bau ein Haus aus Barmherzigkeit,
lad jeden ein, dein Gast darin zu sein,
gib Speis‘ und Trank aus deinem Schrank,
sei hilfreich, wenn mal einer krank,
brau ihm aus Liebe und Verständnis einen Trank,
mach es gern, erwarte keinen Dank,
und gib von dem, was du bekommen
von deinem Herrn
und tu dies bereitwillig und gern,
halt dich von Lästereien und
Lästerzungen fern,
folge einem klaren und reinem Stern,
und du solltest dich nicht nach Besitztümer
anderer verzehrn,
sei zufrieden mit dem,
was du bekamst von deinem Herrn,
sieh nach hinten, damit du erkennst,
wie reich du bist,
wieviel Überflüssiges
du dein Eigen nennst.

Reichtum, das ist nicht Macht nicht Geld,
nein, es sind nur vergängliche
Dinge dieser Welt.
Der größte Reichtum liegt in dir drin,
schau nur einmal genauer hin!
Höre auf die mahnende Stimme in dir,
wende dich ab vom heute und hier.
Überfluß bringt nur Verdruß,
du willst mehr und mehr,
dann dauert es nicht lang und
dein Haus der Barmherzigkeit ist
einsam und leer.
Dann meinst du, du brauchst es
ja eh nicht mehr
und reißt es letztendlich ein
und setzt an seine Stell‘ Protzes
eiskalten, harten Stein.

Wenn du dann irgendwann
nur noch Gebein,
wirst du in der Erde schrein,
willst noch einmal zurück geh’n,
ist dein Flehn,
jedoch zurück geht es nicht,
nur noch nach vorn,
wo dann schon wartet auf dich deines
Herrn Zorn!
Seid barmherzig, folgsam und gut,
so mahnt uns das heil’ge Buch,
damit ihr nicht erntet am Ende
eures Herrn Fluch!

2004