Kategorie-Archiv: Aschura

Die Träne der Blüte

Die Träne der Blüte

Eine Träne von diesen Augen,
die mir den Atem rauben,
welches Herz ist gefüllt mit Glauben.

Zuhören aus dem Himmel,
welch schöne und zugleich traurige Stimme,
die verdreht all unsere Sinne.

Weshalb nur mein geliebter Sohn,
sahst mit mein Vater auf den Thron,
erkannten sie nicht was du hast für ein Lohn?

Nun leidet mein Herz,
welches gefüllt ist mit Schmerz,
ich hörte über dich jeden Vers
und las alles ab von deinem Herz.

Aus Karbala erhielt ich den Bericht,
sah vor mir nun dein Gesicht,
strahlt aus ein starkes Licht
und werde für dich sein Zeuge am Tag des Gerichts.

Hussain, ich bin Fatima und dir widme ich dieses Gedicht!

08.01.2014

Das fehlende Wort

Das fehlende Wort

Mit welchem Wort beschreib ich diesen Schmerz,
der so tief sitzt im Herz?

Mit welchem Wort beschreib ich diese Leere,
die sich befindet in der Seele?

Mit welchem Wort beschreib ich dieses Leid,
welches sich in mir befindet zu jeder Zeit?

Mit welchem Wort beschreib ich diese Einsamkeit,
die mir raubt meine Freiheit?

Mit welchem Wort beschreib ich diese Trauer,
die niemals endet ihre Dauer?

Mit welchem Wort beschreib ich dieses Weinen,
welches sich will mit den Sorgen vereinen?

Zainab nenn ich das fehlende Wort,
die zusah an ihrem Bruder den grausamen Mord!

08.01.2014

Bericht aus Karbala

Bericht aus Karbala

Welch Ehre, auf mein Boden,
kam von Muhammad die Familie,
für deren Besuch will ich sie loben
und das Ereignis schrieb ich in die Galerie.

Ein Mann sein Gesicht wie der Mond,
ließ ich strahlen als Dank die Sonne,
solch ein Besuch für mich ungewohnt,
ich sah Abbas war der Fromme.

Ein Mann sein Herz so rein,
in seinen Augen sah ich das Leid,
etwas sagt hier entsteht sein Schrein
und es ist nur eine Frage der Zeit.

Eine Frau strahlt aus die Geduld,
blass wird nun die Sonne,
blieb sie trotzdem voller Huld,
auf mein Boden erkenn ich eine böse Kolonne.

Nun bin ich, die Erde Karbalas traurig,
bekämpft wurde auf mein Boden die Wahrheit,
was ich sah war nur schaurig
und das alles für die Freiheit.

Das ist nun mein Bericht,
in mir sitzt dieser Schmerz,
für euch schrieb ich dieses Gedicht,
für immer bleibt ihr Kinder Muhammads in meinem Herz.

Ali Asghar

Ya Husseina ya Hussein,
deine Opferbereitschaft, deine Überzeugung, dein Mut und deine Liebe zu Allah mein Herz lässt
zerbröckeln in Stücken,
dabei fließt ein kalter Schweißtropfen langsam über meinen Rücken.

Auf dem trockenen Sande von Naynawa standest du da,
hieltest Ali Asghar, deinen jüngsten Sohn, deinem Herzen ganz nah.
Was war geschehen oh Hussein?
Ali Asghars letzter Blick war gerichtet zu dir oh Hussein,
als wollte dein sechs Monate altes Baby sagen: „ Leb wohl mein geliebter Vater, leb wohl oh Hussein.“

Imam Hussein sah plötzlich einen Pfeil, der Asghar direkt am Halse traf,
sah, wie Yazids Truppen durch Husseins Verluste in Freude ausbrach.
Imam Hussein sah Asghars verdurstete Lippen und sein friedliches Gesicht.
Imam Hussein fühlte sich plötzlich so schwach, einsam, voller Trauer und sein Herz zerbricht.

Ya Husseina ya Hussein,
wie grausam mussten die Feinde des Islams denn sein?
Selbst bei einem Kind, dass so hilflos war und so rein?
Sie kannten keine Grenzen, ihre Herzen waren aus Stein!

Du oh Hussein wolltest doch nur ein paar Tropfen Wasser für deinen geliebten Asghar erflehen,
kehrtest jedoch zurück zu deinem Zelte, wo Rubab, die Mutter deines Kindes, nur noch einen gebrochenen
Hussein konnte sehen.
Einen Hussein, der vor Trauer sich nach seinen Geliebten sehnte.
Einen Hussein, der mit letzter Kraft sich wieder mit dem Blick zum Schlachtfeld drehte.
Einen Hussein, der für Allah und die Freiheit der Menschheit viel Opferbereitschaft, selbst sein Leben legte.

Einen Hussein, der nichts außer Liebe und Frieden in seinem Herzen und Handeln hegte.

Auf dem Sande Kerbalas

Meine Gefährten schlafen alle
auf dem Sande Kerbalas

Baano trauert, schluchzt und weint
auf dem Sande Kerbalas

Hätt‘ ich’n Schleier, würd dich bedecken
oh wie heiß die Sonne scheint
liegt doch Akbars junger Körper
auf dem Sande Kerbalas

Fand kein‘ Schlaf, so lang sie nicht
auf des Vaters Bruste ruht
wie soll Sukaina heut‘ Nacht schlafen
auf dem Sande Kerbalas

Verbrannt ist deine Wiege Asghar
aber das ist doch egal
komm ich sing‘ dir ein Schlaflied
auf dem Sande Kerbalas

Die Qual des Durstes wuchs noch an
bei den Kindern von Hussain (a.)
als der Feind Wasser vergoß
auf dem Sande Kerbalas

Der Schleier war dir immer heilig
gib deinen Umhang oh Abbas
Deine Schwester sitzt bloßen Hauptes
auf dem Sande Kerbalas

Jeder Tag ist Aschura und
jeder Ort ist Kerbala
die ganze Welt ist heut‘ nur noch
auf dem Sande Kerbalas

Bin Aqil ist heut‘ Khamenei
und der Mahdi (a.) ist Hussain (a.)
lasst die beiden nicht im Stich
auf dem Sande Kerbalas

Meine Gefährten schlafen alle
auf dem Sande Kerbalas

Baano trauert, schluchzt und weint
auf dem Sande Kerbalas