Kategorie-Archiv: Harun Polat

Der Schlaf

Des Menschen Sohn treibt im Leeren,
welch verlorenes er will begehren.
Es flüstert und betäubt,
doch spüren es nur die nicht verlorenen Leut.

Jene schwören dem Nafs ab,
Ihnen ist nichts weniger bestimmt,
als der schöne Überweg und Friede,
und dass der Zweifel verschwind‘.

Das Atmen wird immer schwerer,
Augenlicht verschwindet,
Beine werden zu Blei,
nicht mehr lange und alles ist vorbei.

Eine Schwere überkommt sein Haupt,
Dunkelheit wohin er schaut.
Ein Wimpernschlag, ein Atemzug,
Druck durchdringt die Hand,
Dunkelheit trübt die Sicht,
das Herz zerbricht.

Seine Nächsten schenken ihm Trost,
sprechen ihm gut zu,
doch bevor er’s versteht,
ereilt ihm Azrail im Nu.

Alles war in seiner Hand,
er hat sich verführen lassen,
und die Wahrheit verkannt.
Ist das was er tut,
der Sinn seines Dasein?
Ist der Mensch das,
was er vorgibt zu sein?

24.11.2009

Der Mensch

Er wacht auf, fragt wieso?
Er wandert, fragt wohin?
Er stirb, und alles hatte keinen Sinn.

Er jagt ihm am Morgen hinter her, findet gefallen an der Theorie,
doch es ist nichts als pure Blasphemie.
Sein Geist ist schwach, sein Herz versiegelt,
Du lädst ihn ein, sprichst Warnung aus,
er erleugnet, er sieht nicht.

Am Abend ist es geschrieben,
das Wissen verblasst und es beginnt,
du kannst hoffen, das dein Rechter gewinnt.

„Es gibt ihn nicht“,
„alles ist Zufall“,
waren seine Worte,
und es gibt für ihn nur eine Pforte.

Er rennt, er leugnet, er fleht.
Ihm wird klar,
das es die Warheit war.
Eine zweite Chance will er,
„alles besser machen“,
doch dein Linker wird es nicht zulassen.

Erwache aus dem Schlaf der Frevler.
Öffne dein Herz, bete um Vergebung.
Gute Taten waschen deine Seele rein,
denn es kann nur der Weg,
des Rechtgeleiteten sein.

16.11.2009