Kategorie-Archiv: Ehe und Liebe

Die Ehe

Heute möchte ich
sprechen über den
heiligen Ehestand,
also das, womit
der Schöpfer
zwei Menschen
verband.

Die Ehe gehört zu
den wunderbarsten
Dingen der Pracht,
welcher unser Herr
für uns hat gemacht.
Sie ist ein Haus
im Garten von
Obst- und Blütenmeer.

Hin und wieder ziehen
auch schon mal dicke
Gewitterwolken auf,
und es folgt ein
reinigender Regen und
weicht den
verhärteten Boden auf.

Plätschernde Wasser
dringen hinein,
sie werden die Basis
für noch üppigeren
Wachstum sein.
Ein Gewitter hat
reinigende Kraft,
wenn man es auch
wieder loszulassen
schafft.

Erfolgt jedoch
Gewittergrollen auf
Gewittergrollen,
fragt man sich,
wie da noch gesunde
Pflänzchen wachsen sollen.
Wenn jeder der Beiden
sich will auf seine
eigene Meinung versteifen,
wie sollen da gesunde
Früchte reifen?

Ist der Ehehimmel also
immer wolkenverhangen
und schwer,
da ein jeder beharrt
auf seine Meinung allzusehr,
so wird nach und nach
eine Trostlosigkeit
entstehen,
in welcher eisige
Winde wehen.

Es ist unmöglich,
daß man immer einer
Meinung sein kann.
Es kommt darauf an,
daß man sich angleicht dann.
Niemals sollte man
die Würde des Anderen
verletzen und sich somit
vor seinem Herrn
mit großer Sünde benetzen.

Geht jeder mit Bedacht und
in Ruh auf den anderen zu,
legen beide Partner sich
in respektvollen
Gesprächen gegenseitig
die Sicht der Dinge dar,
so findet man den Weg zur
Gemeinsamkeit, der aus der
Gewitterumklammerung
befreit.

Die Sonne steigt dann
wieder empor,
viel schöner und
strahlender noch,
als jemals zuvor.
Pflegt man seinen Garten
dann Hand in Hand,
So ist keine Mühe dafür
umsonst aufgewandt.

Je mehr man auf einander
zugeht, umso wohltuender
ist der Wind, der über
diesen Garten weht.
Die Eiseskälte hat man
daraus verbannt,
wohltuende Wärme
hat nun Bestand.

Je besser man
diesen Garten pflegt,
umso stabiler und fester
ist das Haus,
welches in diesem
schönen Garten steht.
Die wundervollen Düfte,
welche die Partner
nun umgeben,
werden beide zu noch
viel, viel mehr
Zweisamkeit erheben.

Tut man alles,
daß die Herzen finden
in einander Ruh, so gibt
der Schöpfer allen Seins
ganz sicherlich
ein Vielfaches davon
noch dazu.
Nun sind es zwei Teile
eines Ganzen
und man wird Halt
an einander finden und
hat einen rettenden Anker
im brodelden Meer
aller weltlichen Ärgernisse
und Instanzen.

Woben die Gärtner in
ihr Handeln Gottergebenheit,
Demut und gutes Handeln
mit ein, so werden
die fleißigen Gärtner
ganz sicher dereinst
in schönsten Gärten
zu finden sein.
2004