Die Wahl liegt bei dir

So viele deutliche Zeichen,
wenn sie doch bloß bedenken würden.
Verschwenden so viele Gelegenheiten
und wagen es Gott zu erzürnen.

Angst erfasst ihre Körperglieder,
auf den Schultern lastet schwere Schuld,
Das Gewissen, gibt akute kund,
wieder und immer wieder.

Keiner Schuld bewusst,
Trauer überwiegt,
über weltlichen Verlust,
wie er der Welt zu Füßen liegt.

Ein Sklave, gefangen im eigen Heim,
erfreut sich seiner ungemein,
sagt immer ja und niemals nein
bis tief in den Herbst hinein.

Wie den Herbst überwinden,
wenn die Kräfte schwinden,
Unwetter ziehen über das Land,
keine Unterkunft und kein Proviant.

Am Ende der Kräfte angelangt,
völlig auf dem Weg verrannt,
bis zu den Ohren im Treibsand versunken,
mit dem Tod längst abgefunden.

Die Zeit scheint still zu stehen,
dort wo die Hoffnung stirbt,
so wird es jenem ergehen,
der auf den Irrweg abirrt.

Von Lüsten getrieben,
dem Satan zu diensten,
vom Schein geblendet,
das Herz erblindet.

Kein flüstern ist zu leise,
auf dieser teuflischen Reise,
zu jeder Schandtat bereit,
in Liebeslust und Essgier, zu jederzeit.

Gestrandet in der Vergessenheit.
Verbannt in den Teufelskreis,
wie barfuß auf Glatteis,
gebrandmarkt bis in die Unendlichkeit.

Das Schrecken nimmt kein Ende,
doch das Ende naht.
Am Ende gibt’s keine Wende,
zu spät für jede Tat.

Die Zeit ist um,
du drehst dich rum,
fragst dich warum,
warst du so dumm.

Dein Schicksal lag in deiner Hand,
du hast es aus der Hand gegeben,
hast dich ohne klaren Verstand,
auf den Weg begeben.

Du hattest die Wahl,
ja zum Leben oder nein,
hast aufgehört ein Mensch zu sein,
angetreten zur Henkersmahl.

Gott wusste,
wie es kommen musste.
Dein Ziel war vorherbestimmt,
frei hast du dafür gestimmt.

25.1.2012